Stimmen zur
PsychThG-Kundgebung am 26. September
2019

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„Was haben Psychotherapie und die Einsaiten-Gitarre gemeinsam?“

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Prof. Dr. ursula lehr

erinnert sich an die Entstehung des PsychThG

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Qualität muss in der Psychotherapie-Ausbildung an erster Stelle stehen. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) stimmt dem Gesetzentwurf zur Novellierung des Psychotherapeutengesetzes in der vorliegenden Form nicht zu und weist auf deutlichen Veränderungsbedarf in zentralen Punkten hin:

1.

Psychologie als Grundqualifikation für das psychotherapeutische Arbeitsfeld muss erhalten bleiben. 

Die Festlegung auf ein Psychotherapie-Studium schon im ersten Semester ist verfrüht. Durch die Beibehaltung des polyvalenten Bachelor-Studiengangs in Psychologie haben die Studierenden in den ersten drei Jahren ihres Studiums die Chance, sich über die Tätigkeitsinhalte zu informieren und sich für eine psychotherapeutische oder eine andere psychologische Weiterqualifizierung im Master zu entscheiden. Eine bundesweite Rahmenordnung zu der sich anschließenden Weiterbildung soll Redundanzen vermeiden, damit die jetzt schon sehr lange Ausbildung nicht weiter verlängert werden wird.

2.

Die Approbation auf hohem Niveau muss als Qualitätsnachweis erhalten bleiben.

Selbstverantwortliches psychotherapeutisches Arbeiten setzt die Fachkunde voraus. Das Studium droht überfrachtet zu werden. Eine zusätzliche Prüfung zum Studienabschluss reicht für eine Approbation nicht aus. Den bisherigen Standard zu senken, ist unverantwortlich.

3.

Die Berufsbezeichnung „Psychologische Psychotherapeutin / Psychologischer
Psychotherapeut“ muss erhalten bleiben.

Das Psychotherapeutengesetz hat seit 1999 dazu beigetragen, Patientinnen und Patienten eine hoch­wertige Ausbildung zu signalisieren. Durch die Reduktion der Berufsbezeichnung auf den Sammelbegriff „Psychotherapeutin/Psychotherapeut“ geht ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur ärztlichen Psychotherapie verloren und Intransparenz wird erzeugt.

4.

Das Tätigkeitsfeld der Absolventinnen und Absolventen soll die Behandlung von Störungen mit Krankheitswert sein.

Eine Öffnung des Tätigkeitsfelds in andere psycho­logische Arbeitsbereiche außerhalb der Heilkunde (z. B. Prävention, Rehabilitation und Gutachten­erstellung), ohne über die entsprechende Qualifikation zu verfügen, senkt die Qualität.

5.

Die psychotherapeutischen Grund-orientierungen sollen in der Ausbildung gleichberechtigt gelehrt werden.

Die Verfahrensvielfalt, um den jeweiligen Bedarfen besser gerecht zu werden, wird im Gesetzentwurf nicht realisiert.

6.

Die Finanzierung der Absolventinnen und Absolventen in der Weiterbildungs-phase muss verbessert werden.

Die Finanzierung in der ambulanten Phase der Weiterbildung bleibt im Gesetzentwurf offen. Damit bleibt eine zentrale Forderung unerfüllt, die zur Novellierung Anlass gab.

7.

Die Übergangsregeln müssen die Lebens­realität widerspiegeln und Härtefallklauseln beinhalten. 

Diejenigen, die sich aktuell in der Ausbildung befinden (PiA), dürfen nicht gänzlich unberücksichtigt bleiben.

Eine Verbesserung des Status quo ist dringend erforderlich, jedoch nicht auf Kosten der Qualität in dem höchst anspruchsvollen psychotherapeutischen Berufsfeld.

Ausführliche Informationen zu unseren Positionen

Hier finden Sie Stellungnahmen, Positionspapiere und Briefe des BDP an Politiker zur Novellierung zum Download. Diese Dokumente wurden 2018 und 2019 in vielen Gesprächen mit Politikern des Bundestages und der Länder durch den BDP Vorstand, Vertreter der Sektionen und Landesgruppen und von aktiven Mitgliedern des BDP überreicht.

17-09-2019

  BDP- Langfassung der
Argumente Reform
"wirkt nicht richtig"

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  24-06-2019

BDP-Stellungnahme zur Ergänzung des Gesetzesentwurfs zur Finanzierung von Krebsberatungsstellen

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20-06-2019

BDP-Brief an den Vorsitzenden (Rüddel) des Gesundheitsausschusses und an Gesundheitspolitische Sprecher der Parteien wegen fehlender Finanzierung der Löhne für PiA

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05-06-2019

Brief der BDP-Delegierten an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses

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08-04-2019

Kurzfassung der BDP-Stellungnahme zum Gesetzesentwurf

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08-04-2019

BDP-Stellungnahme zum Gesetzesentwurf

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15-03-2019

BDP-Positionspapier an Wissenschafts- und Gesundheitsministerien der Länder & Gesundheitsausschuss im Bundestag

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30-01-2019

Stellungnahme des BDP zum Referentenentwurf  des BMG

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11-10-2018

  Kurzfassung des Positionspapiers des BDP zur Psychotherapieausbildung

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21-03-2018

  BDP-Brief an das BMG und die Ministerien der Länder zum Zugang zur Ausbildung

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05-10-2017

  Gemeinsame Erklärung der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen

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26-03-2012

Positionspapier des BDP zur Psychotherapieausbildung

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